Bewerbung

Vor jeder erfolgreichen beruflichen Tätigkeit und vor jeder Berufsausbildung steht das Bewerbungsverfahren. Und das beginnt mit der schriftlichen Bewerbung. Wer es bereits zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch geschafft hat, ist bereits einen Schritt weiter.
Das Bewerbungsverfahren lässt sich beiderseitig mit dem Schlüssel-Schloss-Prinzip vergleichen.

Arbeitgeber sind die Schlösser und suchen den passenden Schlüssel dazu, der sich optimal einfügt und das Schloss problemlos öffnet und schließt. Die Personalstelle lässt sich mit dem Schlüsselwächter vergleichen, der einen Bund mit vielen Schlüsseln bei sich trägt, manchmal sogar tausende. Und er hat die Aufgabe, für das Schloss, also die Firma, den einen, wirklich passenden Schlüssel herauszufinden unter tausend möglichen.

Einigen Schlüssel sieht man aufgrund der Form schon auf den ersten Blick an, dass sie niemals in das Schloss passen werden und sie werden sofort aussortiert. Andere könnten auf den ersten Blick passen, doch man braucht den Einen. Das Bewerbungsschreiben könnte man sich analog dazu als Fähigkeit der übriggebliebenen Schlüssel am Bund vorstellen, zu sprechen, um den Schlüsselwächter davon zu überzeugen, dass sie passen.

Was würde so ein einzelner Schlüssel, der sich auf den oberflächlichen Blick kaum von den vielen anderen Schlüsseln unterscheidet, sagen, wenn er überzeugt davon ist, für das Schloss zu passen? Vermutlich würde er den Schlüsselwächter argumentativ überzeugen und auf seine Schlüsselform hinweisen und jede Bartzacke hervorheben und schlüssig darstellen, weshalb sie und keine andere in den Zylinder passt. Und der passende Schlüssel ist keinesfalls der, der selbst daran interessiert ist, passen zu wollen, sondern derjenige, der sich mit seinen Konturen am besten in das Profil einfügt.

Daher sollte man in seiner Bewerbung weniger hervorheben, wie sehr einen der Beruf der Reiseverkehrskauffrau interessiert und wie toll man das alles doch findet, sondern stattdessen Qualifikationen, Fähigkeiten und weitere Skills so geschickt aufzählen und argumentativ schlüssig ins Anforderungsprofil einpassen. Der zukünftige Arbeitgeber möchte nicht wissen, welchen Gefallen er dem Bewerber damit erweist, wenn er ihn oder sie einstellt, sonder nur, was er davon hat, ob es ihm einen Nutzen bringt.
In einer Bewerbung zur Anstellung als Reiseverkehrskauffrau oder zur Ausbildung hierzu ist es also eher ungeschickt, von seinen Interessen an anderen Ländern und seiner Reisefreudigkeit zu sprechen.

Stattdessen sollte man seine Reiseaffinität und sein durch bereits viele eigene Reisen erworbenen Fachkenntnisse optimal dem Arbeitgeber anbieten („In zahlreichen Reisen habe ich bereits viele Kenntnisse über unterschiedliche Länder und Kulturen erworben, die ich gerne dem Beratungsteam zur Verfügung stelle…..“).

Einige sehr gründlich durchgesehene Bewerbungsformulierungen und vom Expertenteam korrigierte Anschreibentexte für den Beruf als Reiseverkehrskauffrau findet man hier: http://www.bewerbung-forum.de/tourismus_und_freizeitwirtschaft/bewerbung_als_reiseverkehrskauffrau.html

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