Tagesablauf

Die siebenundzwanzigjährige Doris G. aus der Großstadt B. arbeitet seit vier Jahren in einem Reisebüro, nachdem sie zuvor ihre Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau nach dreijähriger Ausbildungszeit erfolgreich beendet hatte. Ihr Traum war es immer gewesen, als Reiseleiterin vor Ort im Ausland an den beliebtesten Urlaubsorten tätig zu sein, doch hält sie eine mehrjährige Berufspraxis in der Tourismusbranche für eine gute Grundlage, um später ins Ausland zu gehen.

Nach ihrem guten Realschulabschluss beschloss sie, mit der Berufsausbildung noch etwas zu warten und besuchte stattdessen die Höhere Handelsschule, wobei sie auch ihre Englischkenntnisse ausbauen konnte und zusätzlich das Wahlfach Business Englisch belegte.

Schnell war Doris G. klar, dass bei ihrer Vorliebe für fremde Länder und andere Kulturen, aber auch für Geografie und Länderkunde ein Einstieg in die Tourismusbranche zu ihrem Traumberuf führen würde. Um es nicht bei den Tagträumen zu belassen, entschied sie sich für eine reguläre Ausbildung, um in ihrem Beruf wirklich Fuß fassen zu können. Nach ihrer Ausbildung hatte sie zahlreiche Bewerbungen verfasst und bei ihrem jetzigen Arbeitgeber, einem renommierten Reisebüro mittlerer Größe im Herzen von B., hat es dann endlich geklappt. Seitdem arbeitet sie jeden Tag in der Vermittlung von Reisen.

Obwohl sie immer noch davon träumt, eines Tages ins Ausland zu gehen, genießt sie ihren jetzigen Berufsalltag durchaus. Immerhin trägt sie durch ihre Beratung dazu bei, dass Kunden die wenigen Wochen, die ihnen im Berufsalltag als Freizeit zur Verfügung stehen, als Traumurlaub verbringen können. In Zeiten zunehmender wirtschaftlicher Härte müssen Menschen verstärkt auf ihr Geld achten, der Preis spielt also in den meisten Fällen eine wichtige Rolle. So hat es sich Doris G. zum ehrgeizigen Ziel gesetzt, ihren Kunden nicht nur diejenigen Reisen zu vermitteln, bei denen sie das meiste Geld sparen, sondern ihnen bei einem gegebenen Budget das Optimum an Urlaubsqualität zu vermitteln. Sie hat sich unter betriebswirtschaftlichen Aspekten nicht darauf spezialisiert, nach dem Minimalprinzip, sondern nach dem Maximalprinzip vorzugehen. So fragt sie jeden Kunden zu Beginn einer Beratung, wo seine Obergrenze für eine Urlaubsreise liegt und nach seinen Idealvorstellungen, was ein Urlaub kosten darf.

Mit dieser Verfahrensweise hat sie ihren Kunden nicht immer die billigste Reise, in jedem Fall aber stets eine traumhaft schöne Reise mit bestem Preis-Leistungsverhältnis vermittelt. Am meisten liebt Doris G., wenn Kunden aus dem Urlaub zurückkommen und sie im Reisebüro aufsuchen, um sich für die gute Beratung zu bedanken, weil der Urlaub wirklich schön war, weil alles so stimmte, wie sie es zuvor gesagt hatte. Wenn man dann die Menschen braungebrannt, zufrieden und glücklich strahlend wiedersieht, dann wisse man, so Doris G., dass der Beruf sich jeden Tag aufs Neue lohnt.

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