Unterschied zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit

Die Reiseverkehrskauffrau war früher das „Mädchen für alles“ in der Tourismusbranche. Nun hat sie Konkurrenz bekommen, bzw. wurden Teile ihres bislang komplexen Berufes herausgelöst und zu einem eigenständigen Beruf geformt. Mittlerweile gibt es die Kaufleute für Tourismus und Freizeit. Sie machen heute das, was früher Reiseverkehrskaufleute mit angeboten haben, die Reiseleitung und das Eventmarketing vor Ort.

Die größere Spezialisierung erlaubt es der Tourismusbranche, in jedem Bereich die besten Kräfte einzusetzen. Die Anforderungen an das Fachwissen sind gestiegen. Heute genügt es nicht mehr alleine, sich für Reisen und Länder zu interessieren und ein paar Fremdsprachenkenntnisse mitzubringen. Heute sind weitere Skills gefragt, wie zum Beispiel die Fähigkeit, aus sich herauszugehen, Menschen zu unterhalten, verkaufen zu können und vieles mehr.

In den deutschen Reisebüros sitzen nach wie vor Reiseverkehrskaufleute. Sie sind darauf spezialisiert, optimal zu beraten und zu vermitteln. In der Kur- und Freizeitorganisation jedoch werden vor Ort Menschen benötigt, die als unmittelbarer Ansprechpartner für die Gäste fungieren, die touristische Events organisieren, die direkt touristische Leistungen vor Ort verkaufen und die teilweise sogar Gäste animieren.

Man kann sagen, die Kauffrau für Tourismus und Freizeit ist dort, wo die Touristen sind, nachdem sie von der Reiseverkehrskauffrau beraten wurden. Für die Reiseverkehrskauffrau endet in der Regel der Kontakt nach erfolgreicher Reisebuchung und für die Kauffrau für Tourismus und Freizeit fängt jetzt der Kontakt zum Kunden erst an.
Die IHK Schwerin gibt einen sehr schönen Überblick über das neue Berufsbild der Kaufleute für Tourismus und Freizeit:
http://www.ihkzuschwerin.de/ihksn/Home/Aus_und_Weiterbildung/Berufsausbildung/Berufe/Freizeit.html

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